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1. Projekt-Workshop Spitzencluster Medizintechnik als Stadt-Land-Netzwerk

on 11. June 2012 - 10:16

Am 21. Mai 2012 fand in Bayreuth der erste Workshop des Projekts „Spitzencluster Medizintechnik als Stadt-Land-Netzwerk“ statt. Gefördert wird das Projekt als Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Im Bayreuther Workshop mit dem Titel „Umsetzung technischer Lösungen“ ging es um konkrete Umsetzungsfragen für den altersgerechten Umbau von Immobilien in den Ortskernen und deren Ausstattung mit altersgerechten Assistenzsystemen. Vor allem Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten standen im Fokus.

Altersgerechte Assistenzsysteme können ältere Menschen unterstützen, in den eigenen vier Wänden zu leben. Neue innovative Technologien und Entwicklungen aus dem Medical Valley EMN bieten hier innovative Lösungen an. „Auch wenn wir künftig interaktive Uhren tragen, in intelligenten Sesseln sitzen und in schlaue Spiegel schauen“, so Regierungspräsident Wilhelm Wenning in seiner Begrüßung, sei die persönliche ärztliche Betreuung vor Ort nicht zu ersetzen. „Der demografische Wandel betrifft alle. Wie wir heute unsere Städte bauen und privaten und öffentlichen Raum gestalten, entscheidet darüber, ob diese auch für alle Generationen geeignet und nutzbar sind.“

Im Workshop gab Theodor Bonnet, Leitender Baudirektor der Regierung von Oberfranken, einen Überblick über die Förderprogramme für Um- und Neubau im Bereich Altersgerechte Assistenzsysteme (AAL), die von Kommunen, Wohnungsbauunternehmen, aber auch privaten Investoren in Anspruch genommen werden können. Um die High-Tech-Lösungen aus dem Medical Valley auch zum Einsatz bringen zu können, müssten Standardanforderungen an altersgerechte Wohnungen formuliert werden und auch ein Lastenheft für AAL geschrieben werden, in dem z. B. die nötige BIT-Übertragungsrate u. ä. dargelegt würden.

Georg Weinkamm, Leitender Regierungsdirektor, stellte die Ausbausituation im Bereich Breitbandversorgung für Oberfranken vor. Baurätin Isabell Strehle betonte aus Sicht der Städtebauförderung die Notwendigkeit integrierter Entwicklungskonzepte. Auch wenn AAL derzeit noch kein Fördertatbestand sei, könne es durch eine gute Argumentation der Notwendigkeit eines altengerechten Umbaus im gesamtgemeindlichen Kontext durchaus von Förderprogrammen aufgenommen werden. Von Vertretern einer Immobiliengesellschaft wurde eine alternative Finanzierungsmöglichkeit über ein Stiftungsmodell erläutert.

Anhand zweier konkreter Fallbeispiele u. a. aus Teuschnitz im Landkreis Kronach erläuterten Prof. Manfred Miosga und Dominik Bigge von der Universität Bayreuth, wie der Prozess einer demografiegerechten Gemeindeentwicklung unter Einbindung der Bevölkerung gestaltet werden kann.

Die nächsten Veranstaltungen im Rahmen des MORO-Projekts erfahren Sie auf der Projektseite.

 

Abbildung: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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